
Millionenförderung für Sapientec GmbH
Unter den Start-ups, die im Rahmen des Programms EXIST Forschungstransfer in den kommenden zwei Jahren mit einer Million Euro gefördert werden, ist auch Sapientec aus Mannheim. Das Start-up will den Arbeitsschutz im klinischen Alltag verbessern und den administrativen Aufwand senken.
Das Mannheimer Start-up Sapientec hat ein KI-gestütztes Assistenzsystem entwickelt, mit dem erstmals die Strahlenexposition bei bildgestützten Eingriffen nachvollzogen werden kann. AI.Dos kann die Streustrahlung im Interventionsraum anzeigen. Das System berechnet die organspezifische Strahlenbelastung in Echtzeit und unterstützt außerdem die automatisierte Dokumentation. Mit dieser Entwicklung will das Start-up den Schutz vor ionisierender Strahlung für das medizinische Personal bei bildgestützten Eingriffen verbessern und den administrativen Aufwand reduzieren.
Das Fördergeld in Höhe von einer Million Euro soll in die Weiterentwicklung der Technologie fließen, insbesondere in die technische Fertigstellung, den Nachweis des klinischen Nutzens sowie erste Pilotinstallationen in Kliniken.
Die Grundlagen der Technologie entstanden im Rahmen eines interdisziplinären Kooperationsprojekts am Forschungscampus M²OLIE, an dem das Institute for Applied Artificial Intelligence & Robotics (A²IR) der Technischen Hochschule Mannheim, die Universität Heidelberg und weitere Partner beteiligt waren.
Sapientec auf der Erfolgsspur
Mit der EXIST-Förderung konnte das Sapientec-Team erneut einen Erfolg für sich verbuchen. Bereits im Februar 2026 überzeugten die vier Gründer beim landesweiten Förderprogramm ASAP (Academic Seed Accelerator Program) der Innovationsplattform NXTGN. Seit März 2026 ist das Unternehmen zudem Teil des Life Science Accelerators Baden-Württemberg sowie des Gründungsnetzwerks NEXT Mannheim.


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Lars Hübner